Die Lembecksburg

Die Lembecksburg ist ein beeindruckender Ringwall nordwestlich vom Dorf Borgsum mit einem Umfang von ca. 450 m und einer Höhe von bis zu 13 m (Durchmesser ca. 140 m) und stammt vermutlich aus der Zeit um Christi Geburt. Sie diente möglicherweise den Wikingern als Stützpunkt und gelangte im 14. Jahrhundert in den Besitz des holsteinischen Edelmanns Klaus Lembeck.

Im Jahre 1374 belagerte König Waldemar IV. (genannt Atterdag) von Dänemark, Klaus Lembeck in der Borgsumer Burg, weil er ihm den Lehnseid verweigerte. Als Klaus Lembeck keinen Ausweg mehr sah, versenkte er seine Schätze im Brunnen und floh im Kahn auf einem Priel, der damals noch die Borgsumer Marsch mit der Nordsee verband.

Die Art, wie Klaus Lembeck die Belagerer eine Zeitlang täuschen konnte, ist ein bekanntes Sagenmotiv: Als nur noch eine Kuh als Nahrungsreserve vorhanden war, warf man ihr täglich eine andere Haut über und führte sie auf den Burgwall. Aber die List nützte nichts. Nach Lembecks Flucht ergaben sich die Belagerten. Mit Sicherheit standen damals auf dem Wall noch hölzerne Palisaden.

Weitere und eingehende Infos zur Lembecksburg finden Sie auch im „Dr.-Carl-Haeberlin-Freisenmuseum“ in Wyk.