Hallig Kirche auf der Kirchwarf
Ca. 6 km vom Fähranleger entfernt
Nordmarsch und Langeneß waren bis 1838 zwei selbständige Kirchspiele. Die Kirchen auf Nordmarsch von 1599, 1684 und 1732 sind verschwunden. Geblieben ist der Friedhof auf der Kirchhofswarf. Taufstein (13. Jh.) und Kruzifix (17. Jh.) befinden sich jetzt in der Kirche von Langeneß, die 1894 als Nachfolgerin der Kirchbauten von 1666 und 1725 errichtet worden ist. Das Innere dieser Kirche ist geprägt durch die Ausstattung aus den Jahren 1666 bis 1731. Es war die Blütezeit des Walfangs, dem nahezu alle Männer nachgingen. Die Schifferfamilien stifteten nach und nach das Abendmahlsgerät, die Altarleuchter, den Flügelaltar, das darüber befindliche Kruzifix, die Kanzel und die Deckengemälde, die 14 biblische Szenen darstellen. Die Taufe aus rheinischem Buntsandstein stammt aus dem
16. Jh. Das Votivschiff wurde 1928 vom Langenesser Peter Hansen geschnitzt und gestiftet. Sein eigenes Schiff, die „Hoffnung”, diente als Modell für die Wetterfahne auf dem Glockenstapel (rechts oben abgebildet). 1990 wurde der Osterleuchter gestiftet. Die Skulptur „Rufer zu Gott” auf dem Friedhof schuf die Hamburger Bildhauerin Gertrud Weiberlen (1891-1985), die auf dem Friedhof Nordmarsch beerdigt ist. Auf ihrem Grab: „Abraham, der Wüstenwanderer horcht auf Gott”.
